Nachhaltig leben

Wieviel können wir als Einzelperson dazu beitragen, dass wir das 1,5°C-Ziel noch erreichen? Durch die Umstellung zu einem „nachhaltigeren Lebensstil“ kannst du deine Treibhausgas-Abgaben um ein Drittel senken und damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des Lebensraums auch für kommende Generationen leisten. [1]

Dabei sollte diese Umstellung als etwas betrachtet werden, das Spaß macht und von dem wir in vielerlei Hinsicht profitieren: Mehr Bewegung und eine fleischärmere Ernährung fördern nicht nur unsere Gesundheit, sondern sorgen auch dafür, dass wir uns wohler fühlen. Wer mehr darüber nachdenkt, was er wirklich braucht, lernt viel über seine Bedürfnisse und profitiert gleichzeitig vom „Weniger“ in seinem Alltag (Wer weniger konsumiert, hat weniger „Kram“, um den er sich kümmern muss.).

Ein paar Zahlen

Schauen wir uns einmal die Zahlen des Umweltbundesamtes an [2]: Von den 10-12 Tonnen CO2-Emissionen, die jeder Deutsche jährlich produziert, sind ca. 1 Tonne (ca. 6%) öffentliche Emissionen (Verwaltung, Finanzwesen, Bildungs- und Gesundheitswesen, etc.), die wir privat nicht beeinflussen können. Auf die verbleibenden 94% haben wir durchaus einen Einfluss. Durchschnittlich entstehen 19% im Bereich Mobilität, 15% durch unsere Ernährung, 14% beim Heizen unserer Wohnungen, 7% durch unseren privaten Stromverbrauch und ganze 39% durch unseren sonstigen Konsum (Kleidung, technische Geräte, Möbel, Autos etc.).

Interessiert dich dein ganz persönlicher CO2-Fußabdruck, kannst Du diesen mit Hilfe des CO2-Rechners des Umweltbundesamtes bestimmen: https://uba.co2-rechner.de/de_DE/. Wie du deinen persönlichen Fußabdruck in den einzelnen Bereichen reduzieren kannst, dafür geben wir dir im Folgenden einige Anregungen.

Konsum

„Nachhaltig“ konsumieren, was ist damit gemeint und wie gelingt das? Nachhaltig zu konsumieren bedeutet vor allem, bewusst zu konsumieren, zu überlegen: „Was brauche ich wirklich?“, und genauer hinzuschauen: Achte beim Einkaufen auf Gütesiegel (s. z.B. https://infonetz-owl.de/index.php?id=241), auf Regionalität und bei Lebensmitteln auch auf biologische Erzeugung. Weiter lesen

Mobilität

Durchschnittlich 8.700 km legen wir in Deutschland mit privaten Verkehrsmitteln zurück und produzieren dabei jeder 1,5 Tonnen CO2. [1] Davon legen wir 3.600 km in unserer Freizeit zurück, 2.000 km im Berufsverkehr, 1.800 km beim Einkaufen, 500 km im Urlaub und 800 km auf anderen Wegen. Dazu kommen jährlich durchschnittlich 0,6 Tonnen CO2-Emissionen, die durch den Fahrzeugbesitz entstehen. [1] In Summe sind das also 2,1 Tonnen CO2, die im Bereich der Mobilität entstehen. Weiter lesen

Ernährung

Deinen persönlichen CO2-Fußabdruck im Bereich Ernährung kannst du vor allem dadurch beeinflussen, was du isst (Fleisch und Milchprodukte solltest du möglichst meiden, wenn du deinen Fußabdruck minimieren möchtest.). Deine CO2-Bilanz in diesem Bereich kannst du aber auch dadurch reduzieren, indem du Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau, und saisonale Produkte aus der Region einkaufst. Auch durch die Vermeidung von Verpackung von Lebensmitteln reduzierst du CO2-Emissionen. Zu einem nicht unerheblichen Anteil ist der ökologische Fußabdruck von Lebensmittelns aber auch abhängig vom Verbraucherverhalten (Transport (Fahrrad/Auto), Lagerung, Verschwendung). Wie du deine CO2-Bilanz im Bereich „Ernährung” verbessern kannst, dafür geben wir im Folgenden einige Anregungen. Weiter lesen

Heizen und Strom

Heizen ist nicht nur teuer, sondern auch mit fast 70 % der größte Energieverbraucher im Haushalt.[3] Durchschnittlich 1,3 Tonnen CO2 fallen pro Person und Jahr für das Heizen an, und 0,3 Tonnen für das Warmwasser.[1] Weiter lesen

Freizeit und Reisen

Zu dem Bereich „Freizeit und Reisen“ zählen Sport- und Freizeitbeschäftigungen und Urlaubsreisen. Vor allem Urlaubsreisen bergen ein großes Potential für CO2-Einsparungen, wie unten aufgeführt. Aber auch bei der Wahl der Sport- und Freizeitaktivitäten kannst Du Deinen CO2-Fußabdruck reduzieren, wie im Folgenden beschrieben. Weiter lesen


Quellen

[1] Drexel, Christof (2019): Warum Meerschweinchen das Klima retten: Einfache Strategien für eine bessere CO2-Bilanz. 1. Aufl., München: Gräfe und Unzer

[2] Umweltbundesamt (Hrsg.) (2016): „Radverkehr“, URL: https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/radverkehr [27.10.2019]

[3] Umweltbundesamt (2018): „Energieverbrauch privater Haushalte“, URL: https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/wohnen/energieverbrauch-privater-haushalte#endenergieverbrauch-der-privaten-haushalte