Mit Blühwiesen zur „Naturstadt”

„Der Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ durchgeführt. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Landkreistag. Seit dem 1. Februar können sich Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland bewerben , die überzeugende und wirkungsvolle Ideen für mehr naturnahe innerstädtische Flächen und zur Förderung von Insektenlebensräumen haben. Die 40 besten Projektideen werden als Zukunftsprojekte im November in Berlin mit einem Preisgeld von 25.000 € ausgezeichnet.“ [1]

Direkt im Februar unterbreitete „Nachhaltig in Rodgau!” dem Bürgermeister und dem Magistrat der Stadt den Vorschlag, am oben erwähnten Wettbewerb teilzunehmen, um einen weiteren Anreiz zu schaffen, dass Rodgau seinen Beitrag leistet, den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen. Nur wenn es mittel- bis langfristig gelingt, auch Städte in naturnahe Lebensräume mit hoher Artenvielfalt zu verwandeln, haben wir eine Chance, das Insektensterben aufzuhalten. Der Schutz der biologischen Vielfalt ist eine Aufgabe, die akzeptanzbildende Maßnahmen der Information und Kommunikation erfordert und damit das Bewusstsein aller Bürger*innen unserer Stadt hierfür schärft. Wir wünschen uns von den Verantwortlichen eine impulsgebende Haltung. Als größte Stadt im Kreis Offenbach kann Rodgau zum Vorbild für andere Städte werden.

Baumstammhotel am Finkensee, (c) Jennifer Pluntke, 2020

Im April kam das Antwortschreiben des Bürgermeisters, in dem er betonte, dass ihm und den gewählten Verantwortlichen in Rodgau das nachhaltige Leben und Wirtschaften in unserer Stadt sehr am Herzen liege. Ebenfalls teilte er mit, dass er mit dem zuständigen Fachdienst Stadtplanung eine Teilnahme an dem Wettbewerb verabredet hat.

Als Projekt wurden fünf neue Blühflächen eingereicht, die mit artenreichen und einheimischen Saatgutmischungen versehen wurden und somit vielen Insektenarten Nahrung und Heimat bieten können. Als weitere Nisthilfen sind Baumstammhotels aufgestellt worden. Um das Projekt abzurunden sind Informationstafeln aufgestellt worden um die Bürger*innen zu informieren und somit auch die Akzeptanz für die Insekten sowie die ungemähten Flächen zu erhöhen.

Die Blühflächen in Rodgau (neue sowie schon bestehende) findet man hier:
Weiskirchen:
• am Bürgerhaus Weiskirchen (Insektenhotel) ca. 40 m² 
• am P+R Parkplatz Bahnhof Weiskirchen (Insektenhotel) ca. 30 m² 
Hainhausen:
• im Helixpark nördlicher Teil (Insektenhotel) ca. 50 m² 
Jügesheim:
• Feuerwehr Mitte entlang des Fahrradweges ca. 100 m² (in Verbindung mit dem alten Blühstreifen und Insektenhotel)
Dudenhofen:
Lutherpark nördlicher Teil am Niederwiesen Ring (Insektenhotel) ca. 40 m² 
• Einhardstr./Blumenau alte Blühwiese aufgearbeitet ca. 200 m² 
 • alter Bürgergarten (Insektenhotel) ca. 100 m² 
Nieder-Roden:
• Richtung Rollwald wird nur gepflegt blüht noch gut 
• bei Autohaus Bilal ca. 50 m² 

Blühwiese im Helixpark, (c) Jennifer Pluntke, 2020

Über den Ausgang des Wettbewerbs werden wir natürlich berichten.

https://www.wettbewerb-naturstadt.de


Quelle

[1] Auszug aus: Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums mit dem Bundesamt für Naturschutz, Pressedienst 020/20, Berlin/Bonn, 31. Januar 2020