Gefahr für renaturierte Rodau

Über viele Jahre hinweg und mit viel Aufwand wurde die Rodau renaturiert, sodass sich von Nieder-Roden bis Weiskirchen ein kleines Naturidyll durch Rodgau schlängelt. Zu einem der tier- und insektenfreundlichsten Bereiche hat sich auf ihrem Weg der Finkensee in Hainhausen entwickelt, auch wenn dieser leider immer wieder durch Müllansammlungen in die Negativschlagzeilen gerät. Hier konnte man vor ein paar Jahren sogar eine Nutria und verschiedene Wasservögel beobachten.

Einen Schock erlebte eines unserer Initiativenmitglieder an Fronleichnam 2020, als er den Feiertag nutzte, um die Fütterung von jungen Rauchschwalben an der Rodau zu fotografieren: Als er von Weiskirchen entlang der Rodau bis zum Finkensee geradelt war, roch es dort wie an einer Tankstelle und ein in allen Farben schillernder Ölfilm trieb auf der Wasseroberfläche. Das Aufsuchen der Feuerwehrstation Rodgau Mitte ergab, dass die Feuerwehr und die Stadtwerke bereits von der Gewässerverschmutzung wussten und seit dem Vormittag mit der Eindämmung und Beseitigung beschäftigt waren (Link zum Feuerwehr-Bericht).

Nichtsdestotrotz war unser Initiativenmitglied fassungslos über das Ausmaß der Verschmutzung und mochte gar nicht darüber nachdenken, welche Auswirkungen die Verschmutzung auf die Tier- und Insektenwelt der Rodau, die er seit Jahren beobachtet und in Fotos dokumentiert, haben wird.

Hast Du Lust etwas dazu beizutragen, dass die Rodau auch in Zukunft ein Naturidyll bleibt bzw. möchtest Du mithelfen, Rodgau zu entdrecken, dann schau immer mal wieder auf unserer Homepage vorbei oder melde Dich für unseren Newsletter an, sodass Du auf dem Laufenden bist, wenn wir wieder mit unseren regelmäßigen Müllsammelaktionen starten, die zur Zeit aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt sind.

Aktualisierung 19.06.2020

Aus einem Artikel der Stadtwerke geht hervor, dass die Quelle für den Ölfilm auf der Rodau, welche immer wieder aufzutreten scheint, nicht ausfindig zu machen ist.